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Fragen & Antworten zum Themenbereich Haartransplantation

Kann jeder Arzt eine Haartransplantation durchführen?

Prinzipiell ja, wenn er eine entsprechende offizielle Zulassung (Approbation) für die Bundesrepublik Deutschland besitzt. Eine Facharztausbildung oder offizielle Weiterbildung für die Eigen-Haartransplantation gibt es nicht. Ein optimales Ergebnis können Sie daher von einem Arzt erwarten, der sich und sein Team seit Jahren ausschließlich auf Eigen-Haartransplantationen spezialisiert hat.

Können die transplantierten Haare wieder dauerhaft ausfallen?

Nein – wenn die Haarwurzeln aus der richtigen, sicheren Spenderfläche entnommen wurden! Sie haben dann auch die richtige genetische Information und produzieren lebenslang Haare.

Habe ich genug sichere Spenderfläche?

Zur Beurteilung Ihrer sicheren Spenderfläche ist eine jahrelange Erfahrung des Arztes notwendig. Dabei können durch eine geschickte Umverteilung der Haarwurzeln auch bei kleinerem Haarkranz durchaus ästhetische Ergebnisse geschaffen werden. Wie Ihre sichere Spenderfläche beschaffen ist, wird im ausführlichen Beratungsgespräch geklärt.

Ist die Haartransplantation schmerzhaft?

Nein, die Behandlung ist durch die örtliche Betäubung völlig schmerzlos.

Wie lange dauert die Haartransplantation?

Ca. 2-5 Stunden je nach der Größe der behandelten Fläche etwa. Während der Haartransplantation können Sie lesen oder Musik hören.

Wie sehe ich nach der Behandlung aus?

Durch eigene Haare oder eine leichte Kopfbedeckung ist die Transplantation kaum zu erkennen. Schon ab dem 2. Tag nach der Behandlung können Sie wieder regelmäßig die Haare waschen und föhnen. In den ersten Tagen nach der Behandlung sehen Sie durch kleine Krusten, wo Ihre neuen Haare eingesetzt wurden. Vorübergehend kann eine leichte bis mittlere Schwellung auf der Stirn eintreten.

Wie geht es mir nach der Behandlung?

Die Entnahmestelle am Hinterkopf kann etwas spannen. An der Stelle, an der die Transplantate eingesetzt wurden, werden Sie kaum etwas spüren. Zur Sicherheit erhalten Sie nach dem Eingriff ausreichend Schmerzmittel für zu Hause.

Ab wann kann ich wieder arbeiten?

Normale Bürotätigkeit können Sie schon am Tag nach der Behandlung wieder aufnehmen. Schwere körperliche oder schweißtreibende Arbeit sollten Sie 1-2 Wochen vermeiden. Bitte keinen Schutzhelm in dieser Zeit tragen.

Kann ich nach der Behandlung in Urlaub fahren?

Auf Urlaub brauchen Sie nicht zu verzichten. Am Operationstag sollen Sie nicht selbst Autofahren. Bitte vermeiden Sie für ca. 10 – 14 Tage starke körperliche/sportliche Belastung oder Sauna und direkte Sonne oder Solarium und Salzwasser. Bitte keinen Motorrad- Fahrrad- oder Skihelm tragen.

Welche Haardichte kann ich erwarten?

Nach einer Haartransplantation wachsen die neuen Haare in gleicher Struktur und Farbe wie an der Entnahmestelle. Schüttere Haare werden fülliger. Haben Sie schon kahle Stellen, dann wachsen die transplantierten Haare gleichmäßig und sehr natürlich an ihrem neuen Platz. Sind nach der ersten Behandlung noch winzige Lücken zwischen den verpflanzten Haaren sichtbar oder wünschen Sie eine höhere Haardichte, dann kann eine weitere Behandlung etwa 12 – 14 Wochen nach der ersten Behandlung erfolgen.

Warum können die Transplantate nicht gleich ganz eng aneinander gesetzt werden?

Werden die Transplantate zu eng neben einander gesetzt, können die Haarwurzeln nicht richtig anwachsen. Wichtig ist nicht, wie viele Transplantate eingesetzt werden (Dichte/cm2), sondern wie viele von den transplantierten Haarwurzel tatsächlich auch wachsen. Als erfahrene Spezialistin werde ich Ihre persönliche Voraussetzungen hierbei berücksichtigen und Ihnen die höchst mögliche Dichte verpflanzen.

Wann wachsen die neuen Haare?

Schon nach ca. 12 Wochen erscheinen Ihre neuen Haare und wachsen dann wie gewohnt etwa 1cm pro Monat. Die Haare können wie das übrige Haar geschnitten, getönt, gefärbt oder dauergewellt werden.

Können auch Haare von anderen Körperstellen (Body Hair) entnommen werden?

Prinzipiell ja. Körperhaar kann z. B. für die Transplantation von Augenbrauen benutzt werden. Für die Transplantation im Kopfbereich ist es weniger geeignet. Häufig passen auch die Haarfarbe und die Haarstruktur nicht zum Kopfhaar.

Kann ich mir nicht Haarwurzeln von anderen Menschen transplantieren lassen?

Nein, außer bei eineiigen Zwillingen. Auch bei Verwandten wird das Gewebe als körperfremd erkannt und abgestoßen.

Was ist die FUE Technik?

Bei der FUE Technik (follikular unit extraction) werden die einzelnen Haarwurzelgruppen mit einer speziellen kleinen Stanze (0,8-1,1mm) und mit Hilfe einer Lupenvergrößerung aus der Kopfhaut entnommen. Es bleiben kleine sichtbare Löchlein zurück, die nicht vernäht werden und im Lauf von 10 bis14 Tagen von selbst verheilen. Leichte Rötungen können wegen der in dem Entnahmebereich kurz rasierten Haare länger sichtbar sein. Zurück bleiben kleine kreisförmige Narben, die bei entsprechender Technik später kaum erkennbar sind. Daher sind auch extreme Kurzhaarfrisuren wieder möglich.

Was ist die FUT Technik?

Bei der FUT Methode werden die Haarwurzeln kompakt in einem Hautstreifen aus der Kopfhaut entnommen und dann in kleine Einzelteilchen zerlegt. Man benutzt hierzu eine Lupenvergrößerung und kann so die Haarwurzeln genau betrachten und entsprechend schonend bearbeiten. Die Stelle am Hinterkopf wird mikrochirurgisch vernäht und hinterlässt eine kaum sichtbare schmale Narbe. Die Entnahme ist nach der Operation unsichtbar, da sie von den restlichen Haaren komplett verdeckt wird.

Welche Technik ist die beste?

Jede Technik ist nur so gut wie ihr Operateur und – die beste Technik – gibt es nicht. Ob die FUE oder die FUT Technik für Sie die geeignete Methode ist, kann nur individuell im Beratungsgespräch entschieden werden. Wichtig ist die Anzahl der benötigten Transplantate, die Beschaffenheit Ihrer Kopfhaut, Ihre Haarqualität und Ihre ganz persönlichen Vorstellungen. Mikrochirurgisches Arbeiten und langjährige ärztliche Erfahrung auf dem Gebiet der Haartransplantationen sind die Voraussetzungen, dass die richtige Entscheidung für Sie getroffen werden kann.

Gibt es Risken bei der Haartransplantation?

In den richtigen Händen ist die Haarverpflanzung ein insgesamt risikoarmer Eingriff. Wie bei jedem Eingriff an der Haut besteht ein sehr geringes Risiko für Infektionen, länger anhaltende Taubheit im Behandlungsgebiet oder auffällige Narbenbildung. Im Beratungsgespräch werden Ihnen alle Risiken anhand des ärztlichen Aufklärungsbogens erklärt.

Was kostet die Haartransplantation?

Die Kosten richten sich nach der Anzahl der benötigten Transplantate, dem Schwierigkeitsgrad der Behandlung (FUE oder FUT) und natürlich Ihren individuellen Vorstellungen. Sie liegen zwischen € 500 und € 6.000. Daher ist eine verbindliche Honorarvereinbarung immer Teil des persönlichen Beratungsgespräches. Hier berate ich Sie gerne individuell zu Ihren Vorstellungen.

Welche Alternativen habe ich?

Zwei Medikamente ( Finasteride und Minoxidil ), die den erblich-hormonellen Haarausfall stoppen bzw. verlangsamen können, sind in größeren wissenschaftlichen Studien untersucht. Geeignet ist diese Behandlung besonders für frühe Stadien der androgenetischen Alopezie, wenn die Haare für eine Haartransplantation noch zu dicht stehen. Bei Kahlflächen ist diese Therapie weniger erfolgversprechend. Die Medikamente müssen lebenslang eingenommen bzw. aufgetragen werden. Werden die Mittel nicht regelmäßig weiter genommen, fallen die Haare wieder aus. Perücke, Toupet, Haarergänzung sind dann geeignet, wenn eine Haardichte gewünscht wird, die mit einer Eigenhaartransplantation nicht zu erreichen ist. In der Regel müssen 2 Haarteile angeschafft werden, die etwa 1 Jahr halten. Der Tragekomfort ist individuell sehr verschieden.
Nahrungeergänzungsmittel können ebenfalls unterstützend eingenommen werden. Hier gibt es z.B. neue Therapieansätze mit Unterstützung von Melatonin.

Was erfahre ich im ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch?

Im Beratungsgespräch gebe ich Ihnen konkrete und objektive Informationen darüber, welche Behandlungsformen für Sie geeignet sind und welche Resultate Sie erwarten können. Dabei werde ich nicht nur Ihre aktuelle Situation, z. B. ihre Spenderfläche, beurteilen sondern auch die zukünftige Entwicklung berücksichtigen und ein persönliches Behandlungskonzept für Sie erstellen. Viele Fragen ergeben sich häufig erst im persönlichen Gespräch und können hier in Ruhe beantwortet werden.

Warum ist das ausführliche Beratungsgespräch nicht kostenlos?

Ein Arzt/Ärztin darf Sie nach dem ärztlichem Standesrecht nicht kostenlos behandeln. Dazu gehören auch die Information und die Aufklärung zu einer Behandlung. Eine kostenlose ausführliche Beratung kann daher nur von nichtärztlichen Unternehmen angeboten werden. Die Kosten der Beratung können aber bei den Behandlungskosten berücksichtigt werden.

 

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