


Die Haartransplantation behandelt den erblich-hormonell bedingten, den narbigen und den angeborenen Haarverlust. Hier können schütteres Haar verdichtet und Kahlstellen wieder
aufgefüllt werden. Bei krankheitsbedingtem oder vorübergehendem Haarausfall ist die Eigenhaartransplantation nicht sinnvoll. Die Eigenhaartransplantation ist erfolgreich, weil Spenderhaarwurzeln auch nach ihrer Transplantation an eine andere Stelle des eigenen Kopfes oder Körpers dort dauerhaft weiter Haare produzieren. Bei einer Haartransplantation werden daher in örtlicher Betäubung Ihre eigenen Haarwurzeln aus dem Hinterkopf entnommen und an eine vom Haarausfall betroffene Stelle verpflanzt. Dabei nimmt die entnommene Haarwurzel ihre Wachstumsinformation (donor dominance) in das Empfängergebiet mit. Die Entnahme der Spenderhaare erfolgt üblicherweise als ganzer Hautstreifen. Hieraus werden winzige Haarwurzelgrüppchen (follicular unit grafts) mit 1-3 Haarwurzeln präpariert und dann in entsprechende Hautöffnungen wieder zurückverpflanzt. Früher wurden die Transplantate häufig nur nach der Anzahl der Haarwurzeln zu Minigrafts und Micrografts geschnitten. Die neuen Haare beginnen nach 4-12 Wochen zu wachsen. Die follicular unit grafts (FU) sind heute so fein, dass die Haare kaum von nicht transplantierten Haaren zu unterscheiden sind. Prinzipiell ist auch die Entnahme einzelner Haarwurzelgrüppchen durch einen rotierenden Minibohrer möglich (follicular unit extraction, FUE Technik). Allerdings besteht bei der FUE Technik die Gefahr, die Haarwurzeln zu verletzen. Welche Entnahmetechnik für Sie zum besten Ergebnis führt, kann nur in einer individuellen Beratung geklärt werden. Um die Transplantate in das Empfängergebiet einzusetzen, werden entweder mit einem speziellen Skalpell (Sharpoint oder Cisel) kleine Schlitze gestochen oder mit einem Spezialbohrer winzige Löcher gesetzt. Damit die Transplantate gut in der Kopfhaut einwachsen, müssen kleine Lücken zwischen den Hautöffnungen gelassen werden. Durch weitere Sitzungen besteht die Möglichkeit; die Dichte der Transplantate noch zu steigern. Alle Antworten zu häufigen Fragen der Behandlung, zu Risiken und Nebenwirkungen finden Sie unter Fragen&Antworten. nach oben |
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Dr. med. Ursula Halsner
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